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Okt 30

Eine Country-CD in einem Musikregal zu entdecken ist heute schon etwasWillie Nelson besonderes. Vielleicht hat man selbst noch die eine oder andere CD von Johnny Cash, Garth Brooks oder Willie Nelson, aber zur Party legt man dann doch andere Musik auf. Einfach weil diese Musikrichtung ein wenig aus der Mode gekommen ist und die Texte oft nicht unbedingt zum Mitsingen einladen.

Einige Band sind jedoch in den letzten Jahren angetreten dies zu ändern und zwei davon machen das so exzellent, dass ich sie hier vorstellen möchte. Ihr Prinzip: Sie nehmen Songs die wirklich jeder kennt und covern sie mit den Stilmitteln der Country-Musik.

The Twang

Hillbilly-Sound in der norddeutschen TiefebeneThe TWANG muss kein Widerspruch sein, schon seit 10 Jahren verwandelt “The Twang” Pop-Perlen in hochkarätige Country-Klunker.

Ob A-Ha, White Stripes, Britney Spears oder Beastie Boys, sie alle wurden einer musikalischen Rosskur durch die 6 Jungs unterzogen. Und das so erfolgreich, das sie egal ob vom Rolling Stone, Musikexpress, Intro oder Spex stets lobend erwähnt wurden.

Ihr aktuelles Album Twang ‘Em High ist auch zweifellos eine musikalische Glanzleistung denn hier wurden nicht einfach die Instrumentierung dem Country-Ambiente angepasst, nein es sind völlig neu arrangierte Songs, die da handwerklich perfekt und mit viel Liebe zum Detail das geneigte Hörerohr erfreuen.

Franz Dobler von der Süddeutschen Zeitung beschreibt die Band so:

“Nicht zufällig sehen sie aus wie die ehemalige Vorgruppe von Siegfried & Roy, und damit kommentieren sie die nur an der Oberfläche eisern gültigen sexuellen Gesetze der Countrymusik und ihre ebenfalls nur scheinbare Glamour-Feindlichkeit. Twang ist ein Spaß, den jeder versteht, und einem guten Zweck dient er auch noch, indem verletzten, verstoßenen oder sonstwie ihrer Würde beraubten Liedern ein neues Zuhause gegeben wird.”

Twang ‘em HighNun kann man geteilter Meinung sein, ob man die Beatles oder Rollings Stones zum 500. mal covern sollte, doch The Twang hat gar nicht den Anspruch besser zu sein als das Original. Vielmehr machen sie einem Genre Ehre, welches vom Aussterben bedroht ist. So sah es auch die German American Country Music Federation (GACMF) und verlieh der Band 2004 für ihr Album “Let there be Twang” ihre höchste Auszeichnung, sozusagen den deutschen Country-Oscar.

Hayseed Dixie

Im Cover ihres ersten Albums “A Hillbilly Tribute to AC/DC” erklären Hayseed Dixie augenzwinkernd HaqySDixwie es zur Bandgründung kam: Ein Stadtmensch crahte eines Tages mit seinem Wagen abseits der Zivilisation irgendwo im wilden Westen in eine Eiche und verstarb. Die Bewohner des Ortes fanden unter dem Fahrersitz ein paar AC/DC-Platten und beschlossen daraufhin dem Unbekannten die letzte Ehre zu erweisen, indem sie fortan seine Musik mit ihren einfachen Instrumenten nachspielten. Da sie nur ein altes Grammophon mit 78 Umdrehungen besassen wurde die Musik natürlich dabei etwas schneller und mangels E-Gitarren mussten man mit der Fidel improvisieren…

So hatte man AC/DC bisher noch nie gehört: TNT, Hell´s Bells, Highway To Hell… Alle Hits der großen australischen Rockband sind auf dem Erstlingswerk von 2001 vertreten. In späteren Alben coverten sie dann auch Kiss und Songs diverser anderer Bands der 70ér und 80ér Jahre.

Im Mai brachten sie in Hamburg das Publikum des Knust zum toben. In atemberaubendem Tempo jagten sie von einem Rock-Klassiker zum nächsten und erzählten zwischen den Songs lustige Anekdoten aus ihrem Touralltag. Zum Abschluss hier ein Video aus ihrem aktuellen Album “Weapons of Grass Destruction”:


Bildquelle: Americana-UK


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