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Sep 15

Es war im Jahr 1967 als eine noch junge Band namens “The Doors” Musikgeschichte schrieb. Eine Rockband ohne Bassisten, dafür mit einem Keyboarder der mit der einen Hand filigran Melodie-Akkorde und mit der anderen Orgelbass spielte. Und einem exzentrischen Sänger namens Jim Morrison den seine späteren Band-Kollegen bei einem Esoterik-Kurs kennenlernen und der mit seinen poetischen und oft hoch skandalträchtigen Texten polarisieren und die Band zum weltweiten Erfolg führen wird.

Jim Morrison By Jef Aerosol, Foto © by LeeLeFever

Jim Morrison by Jef Aerosol, Foto © by LeeLeFever

Aufnahmen von den Hits “Break On Through“, “Light My Fire” oder “Take It As It Comes” wurden über 40 Jahre immer und immer wieder in gleicher bekannter Version in Radio und Clubs gespielt und so schien das auch in Zukunft zu bleiben.

Doch im Jahr 2003 geschah etwas unerwartetes: Michael Hicks, Professor der Musik an der Brigham Young Universität stellte fest, dass mit den Songs etwas nicht stimmte. Durch Vergleich alter Liveaufnahmen mit den Albumversionen stellte er Fehler beim Mischen der Songs fest, einige Spuren waren wohl durch technische Probleme beim umkopieren schlicht und einfach in falscher Geschwindigkeit eingemischt worden. Außerdem hatte man damals tontechnische Tricks angewendet um den Klang für Radiowiedergabe zu verbessern, Mittel die jedoch in der heutigen HIFI-Welt eher zu flacherem, kraftlosem Sound führen.

Das Ziel war nun klar, man wollte den Originalsound und die Originalstimmung wiederherstellen. Auch Textpassagen einfügen, die damals der Zensur zum Opfer gefallen waren. Das Resultat heißt “The Doors: 40th Anniversary Mixes” und ist seit kurzem im iTunes-Store verfügbar.

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Doch damit nicht genug, Apple verkauft dieses Album für 12,99 EUR als “iTunes LP” mit zusätzlichen Features, diese habe ich mir mal genauer angesehen. Der Download dieser digitalen LP ist knapp 700MB groß, dabei entfallen 122 MB auf die 14 Songs, die mit 256kBit als AAC Datei kodiert sind. Weitere 33MB auf das Musikvideo von “Break On Through” und 546 MB auf das Bonusmaterial.

Die “Digitale LP” kann man sich von der Bedienung wie eine Musik-DVD vorstellen. Man hat eine Übersichtsseite von der aus man in die einzelnen Kategorien gelangen kann, im Gegensatz zur DVD geht das jedoch ohne jede Verzögerung. Natürlich kann man die Songs des Albums nicht nur aus der LP-Ansicht heraus starten, sie tauchen wie die übrige Musik ganz normal in der Playlist auf.

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Für Fans ist das Bonusmaterial sicherlich den höheren Preis wert. Geboten werden neben den Songtexten (aus denen man praktischerweise gleich den Song starten kann) auch Photos, Interviews,verschiedene Dokumente wie z.B. Plakate, Studioverträge und Flyer, eine Chronologie aller Alben und “Liner Notes” welche erklären was beim Abmischen des Albums gegenüber dem Original verändert wurde.

Am wichtigsten sind aber natürlich die 14 Songs, welche wirklich unglaublich lebendig und kraftvoll klingen, ohne jedes Rauschen und mit ganz klar besserem Sound als in den bekannten Versionen. Ein Musikgenuss den ich jedem Doors-Fan empfehlen kann…


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