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Jan 09

Zugegeben, “The Slip” ist kein neues Release. Schon seit 2008 kann man sich das letzte Werk Trent Reznors von der offiziellen Band-Website herunterladen. Ich habe das jedoch erst diese Woche getan und auch wenn ich die Schublade des Industrial Rock selten bis nie aufmache hat mich das Album ziemlich beeindruckt.

Es beginnt ganz harmlos mit dem sphärisch klingenden Opener “999,999″, der schon nach knapp einer Minute in den Song “1,000,000″ mündet. Mit hartem Beat, schmutzigen Synthie-Klängen und  Texten zwischen Tod und Verzweiflung ist das was folgt alles andere als Easy Listening. Kostprobe:

I’ll jump from every rooftop
So high so far to fall
I feel a million miles away
I don’t feel any thing at all
I wake up
On the floor
Start it up again
Like it matters anymore
I don’t know
If it does
Is this really all
That there ever was?

Einige Songs – vor allem der 4. Track “Discipline” haben durchaus das Zeug auch in Clubs aufgelegt zu werden die eher zu mainstreamigem Rock tendieren. Wie schon in den Alben davor gibt es mit “The Four of Us are Dying” und “Corona Radiata” auch wieder zwei ruhige Instrumentals, die ihren Klangteppich sehr weit auswerfen und exzellent zwischen die anderen Songs passen.

Völlig aussen vor dagegen steht der letzte Titel, “Lights in the Sky”. Mittlwerweile 16 Jahre ist es her, dass auf dem Album “The Downward Spiral” der vielbeachtete (und oft gecoverte) Song “Hurt” auftauchte und den Erfolg der Band massgeblich ankurbelte. “Lights in the Sky” ist von der Instrumentierung ganz anders – nur ein Piano und die Stimme von Reznor. Vom Minimalismus der Klänge und der ganzen Gesamtstimmung gibt es aber eine Menge Parallelen.

Nine Inch Nails ist mit “The Slip” ein extrem vielschichtiges Album gelungen. Der Download ist kostenlos – reinhören sollte man also auf jeden Fall.


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