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Feb 18

Bücher elektronisch zu kaufen und zu lesen hat viele Vorteile. Man kann sich den Weg zur Buchhandlung sparen, ein kurzer Download genügt und sofort steht das Buch auf dem Computer oder Handy zum Lesen bereit. Darüber hinaus sind eBook meist auch günstiger als ein gedrucktes Buch. Wer Klassiker liebt wird bei Projekt Gutenberg fündig. über 30.000 eBooks sind hier kostenlos verfügbar.

Als Standardformat für digitale Bücher hat sich EPUB (ein Akronym für electronic publication) etabliert. Wie man solche Dateien auf einem iPhone anschauen kann, hatte ich ja vor kurzem schon berichtet. Für Windows oder Mac OS X gibt es schon seit einiger Zeit das Programm Adobe Digital Editions, ich habe es mir mal genauer angeschaut.

Das Programm dient nur genau einem Zweck, dem Verwalten und Lesen von elektronischen Büchern. Neben Büchern im EPUB-Format kann das Programm auch mit PDFs umgehen. Nach dem Start erscheint eine sehr aufgeräumte Oberfläche in edlem schwarz. Es gibt nur wenige Buttons und keine Menüleiste, kein Vergleich zu den anderen Adobe-Programm-Monstern wie Photoshop oder Illustrator.

In der Bibliotheks-Ansicht präsentiert das Programm alle Bücher der eigenen Sammlung wie auf einem Bücherregal. Ein Klick auf die Publikation wechselt in den Lesemodus. Hier sieht man auf der linken Seite das Inhaltsverzeichnis mit den einzelnen Kapiteln und auf der rechten Seite den Text. Dieser passt sich anders als z.B. bei einer Webseite ziemlich clever der Fenstergröße an. Zieht man das Fenster breit, so zeigt er nicht etwas längere (und schlechter lesbare) Zeilen an, sondern bricht in mehrere Spalten um.

Bücher der Bibliothek hinzuzufügen ist einfach, aber nicht intuitiv. Naheliegend (zumindest für Mac-Nutzer) wäre ein Drag-und-Drop der Buchdatei in die Bibliothek. Doch das klappt nicht. Man muss erst ein Dropdown “Bibliothek” anklicken und dort “Medium zur Bibliothek hinzufügen” wählen. Was beim Lesen irritiert ist das Fehlen eines Vollbild-Modus. Außerdem gibt es kein softes Scrollen durch den Text, weder über Scrollbalken, noch über das Scrollrad der Maus. Stattdessen wird im Text stets seitenweise geblättert.

Fazit: Trotz der genannten Mängel beherrscht das Programm seine Kerndisziplin, das Anzeigen von Büchern im EPUB-Format wirklich bestens. Die Darstellung ist kristallklar und die Navigation auch in großen Büchern schnell und einfach. Aufgrund der kleinen Programmgröße (auf dem Mac 19MB) empfielt sich Adobe Digital Editions auch als schneller, handlicher PDF-Viewer, gerade für ältere Rechner oder schwachbrüstige Netbooks eine echte Alternative zum wesentlich größeren Adobe Reader .


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