Lust auf Berufliche Weiterentwicklung? Ausbildung zum Zollverantwortlichen

Arbeiten Sie in einem Unternehmen, das Produkte exportiert und importiert? Zollrechtliche Bestimmungen spielen bei der Bearbeitung von Ex- und Importgeschäften eine zentrale Rolle und erfordern viele Spezialkenntnisse. Wenn Sie von ihrem Unternehmen als Zollverantwortlicher benannt wurden oder sich für diese Tätigkeit in ihrem Unternehmen bewerben wollen, sollte Ihnen bewusst sein, dass zollrechtliche Fortbildungen dringend notwendig sind. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum die Zollverantwortlicher Ausbildung wichtig ist.

Was macht ein Zollbeauftragter?

Innerhalb eines Unternehmens kann die Abwicklung von Zollgeschäften in verschiedenen Abteilungen angesiedelt sein.
Es gibt Unternehmen, die eigene Zollabteilungen haben, andere hingegen platzieren zollrelevante Geschäfte im Bereich der Logistik und des Versands. Sollte die Abwicklung der Zollformalitäten nicht von anderen externen Dienstleistern übernommen werden, müssen Unternehmen einen Verantwortlichen für den Zollbereich benennen.

Da die Bezeichnung der Tätigkeit nicht durch europäische Verordnungen definiert ist, haben sich in Unternehmen Begriffe wie „Zollermächtigter“, „Gesamtverantwortlicher Zoll“ oder „Zollverantwortlicher“ etabliert. Der Zollverantwortliche wird gegenüber dem Zoll benannt und ist für verschiedenen Zertifizierungs- und Bewilligungsverfahren (AEO, Zollverfahren mit wirtschaftlicher Bedeutung und Vereinfachungen) verantwortlich. Vereinfacht gesagt, ist ein Zollverantwortlicher für die rechtmäßige Abwicklung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs im Unternehmen zuständig.

Je nach Unternehmen können unterschiedliche Verpflichtungen vorliegen. Neben rein zollrechtlichen Aufgaben des Zollverantwortlichen können weitere steuerrechtlichen Tätigkeiten hinzukommen. Diese können Versand- und Logistikaufgaben beinhalten, aber auch die Überwachung von innerbetrieblichen Exportkontrollen.

Warum ist eine Ausbildung als Zollverantwortlicher wichtig?

Vielen Mitarbeitern aber auch Unternehmen ist es nicht gänzlich klar, welche Pflichten, Rechte und Funktionen zur Tätigkeit des Zollverantwortlichen gehören. Häufig wird Mitarbeitern diese Funktion ohne spezielle Ausbildung zugeteilt. Dies kann erhebliche Folgen haben, da Zollverantwortliche für ihre unternehmerischen Handlungen grundsätzlich haften. Bei falscher Ausübung der Tätigkeit können Pflichtverletzungen, Ordnungswidrigkeiten bis hin zu Straftaten im Zollverkehr entstehen.

Führen Sie für Ihr Unternehmen Tätigkeiten im Zollrecht aus, dann ziehen Sie keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen aus den betrieblichen Zollvorgängen. Sie sollten daher als Zollverantwortlicher mit ihrem Unternehmen eine Haftungsfreistellungsvereinbarung schließen. Sie sollte insbesondere die Haftung für fahrlässiges Handeln im Zollrecht ausschließen. So können Sie die persönliche Haftung begrenzen.

Was beinhaltet eine Ausbildung

Sie können eine Ausbildung zum Zollverantwortlichen bei zahlreichen Schulungsdienstleistern absolvieren. Gesetzliche Anforderungen an eine Schulung gibt es nicht. Die Schulungsdauer variiert bei den einzelnen Anbietern stark. Es werden sowohl Tagesveranstaltungen als auch mehrtägige Seminare angeboten. Folgende beispielhafte Bausteine könnten Inhalt von Schulungen sein. Diese sind für die Tätigkeit als Zollverantwortlicher besonders wichtig. Je nach unternehmerischer Tätigkeit können jedoch unterschiedliche Bedarfe vorliegen.

  • Pflichten, Rechte und Haftung
  • Zollmanagement innerhalb eines Unternehmens
  • Importzollverfahren
  • Exportzollverfahren
  • Zolltarifrecht
  • Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter, AEO
  • Exportkontrolle
  • Versandverfahren, die Zollüberwacht sind
  • Internationale Zahlungssicherungen
  • Präferenzen und Warenursprung

Deswegen sollten Sie eine Ausbildung absolvieren

Wenn Sie Interesse an einer Tätigkeit als Zollverantwortlicher haben, oder bereits als solcher tätig sind und nicht über fundierte Kenntnisse verfügen, sollten Sie eine Ausbildung in Betracht ziehen. Seien Sie sich darüber bewusst, dass Sie für ihre zollrechtlichen Vorgänge haften. Fehlentscheidungen mit rechtlichen Konsequenzen können durch eine gute Ausbildung vermieden werden.

Es sind zahlreiche Anbieter von Schulungen auf dem Markt. Achten Sie auf die Ausbildungsinhalte, die Ihnen vermittelt werden. Schließen Sie unbedingt eine Haftungsfreistellungsvereinbarung mit ihrem Unternehmen, um ihre persönliche Haftung zu minimieren.

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