Waren im Seecontainer transportieren: Was sind die Ursachen für gestiegene Kosten? Und wie wirkt es sich auf Verbraucher aus

Die Corona Pandemie war der Grund, warum der Welthandel im Frühjahr 2020 kurzfristig zum Erliegen gebracht wurde. Der Markt für die Container wie von https://bimicon.de/seecontainer/ ist wie leer gefegt, gleichzeitig steigt aber die Nachfrage nach an Konsumgütern. Spediteure sind gefordert, die Situation zu bewältigen, für die Häfen sind es schwere Zeiten. Aufgrund dieser Situation kommt zu stark steigenden Preisen, welche am Ende der Verbraucher zahlen muss. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie in diesem Bericht.

Reedereien geben neue und größere Schiffe in Auftrag – hohe Transportkapazität, geringe Nachfrage

Umbrüche gab es bei den Reedereien bereits in den letzten 10 Jahren. Bereits lange Zeit vor Corona gaben die meisten der großen Reedereien neue und auch größere Schiffe in Auftrag. Diese kosten eine Menge Geld, aber die Transportkapazität war letztendlich weit höher als die eigentliche Nachfrage. Viele der Reedereien leiden an niedrigen Frachtraten und hohen Schuldenlasten. Trotz dieser bereits prekären Situation hielten die Reedereien an ihrer Strategie, die auf lange Sicht gesehen, erfolgsversprechend schien, fest. Dies war die Situation noch lange vor Corona-Krise. 2019 führte dies zu einer Marktbereinigung unter den Linienreedereien. Die meisten verbleibenden Reedereien konnten nicht die gewünschten Gewinne erzielen, im Gegenteil. Sie mussten das Jahr sogar mit Minus abschließen. Von einstmals 20 Linienreedereien gibt es nur noch 10, die sich um die weltweite Ladung bemühen.

Marktbedingungen ändern sich rasch

Laufen die großen Containerriesen in die Häfen ein, kommt es zu Verspätungen im Binnenverkehr und in der Lieferkette. Die Spediteure haben mehr Arbeit und der Sie als Kunde sind ebenso unzufrieden, da sie längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Selbst wenn die Container einmal an Land sind, müssen Sie erst mit Lkw- oder Schienentransport an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Verlader werden aktuell mit höheren Kapazitätsanforderungen bei Kontraktverträgen konfrontiert. Da rund 40 % der Termialkapazität in den Händen von Reedereien liegen, und viele der Reeder auch als Spediteure aktiv sind, können sie auch mit Handel und Industrie verhandeln. Dies betrifft die Bereiche Verschiffung, aber auch die Transporte an Land.

Schifffahrt befindet sich in einer Ausnahmesituation

Durch die Coronapandemie kam es zu einem erhöhten Konsumverhalten der Menschen in Europa und Amerika. Lockdowns und Arbeit von Zuhause aus erhöhten bei vielen Menschen den Wunsch, sich selbst etwas Gutes zu tun und sich und ihr Zuhause zu verschönern. Da die meisten Produkte jedoch aus China kommen, müssen sie mit dem Schiff in die heimischen Häfen gebracht werden. Die Rechnung ist einfach: Es gibt zu viel Nachfrage für mittlerweile zu wenig Schiffe. Deshalb schnellen auch die Preise immer weiter in die Höhe. Da rund 90 % aller Konsum- und Industriegüter mit der Seefracht transportiert werden, wirken sich die steigenden Preise auf die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zum Konsumenten aus. Dieser muss mit langen Wartezeiten, Verspätungen, Engpässen und auch Lieferschwierigkeiten rechnen. Die Staus in den Häfen treffen somit auch unmittelbar den Verbraucher. Lieferengpässe und die steigenden Transportkosten lassen auch die Preise für Vorleistungsgüter in die Höhe steigen.

Nachläufer der Pandemie – gestörtes Gleichgewicht

Produktionsausfälle sind die Folge von Lockdowns einerseits und fehlenden Mitarbeitern andererseits. Produktionsketten werden unterbrochen, da oftmals Zuliefererteile fehlen, die Nachfrage nach Gütern ist jedoch enorm. Da die Produktionswege überlastet sind, hängen versandfertige Container oft viel zu lange in den Häfen fest, leere Container fehlen. Um weiter Ware aus den Lagern zu bekommen, werden die Containermärkte leer gekauft, was wiederum auch einen Anstieg in den Containerpreisen selbst zur Folge hat. Wie es zukünftig um die Container bestellt ist, hängt von den globalen Lieferketten ab. Auch Kriege und Unruhen gefährden den Markt weltweit weiterhin. Auch wenn sich die Lage langsam zu entspannen scheint, sind die Frachtkosten immer noch etwa dreimal so hoch wie vor der Corona Pandemie. Sie als Verbraucher tragen somit die erhöhten Kosten durch die aufgezeigten Umstände mit.

Fazit: Abzuwarten bleibt die Entwicklung der Pandemie als nicht beeinflussbarer wirtschaftlicher Faktor und Entwicklung des Ukrainekrieges, als massive wirtschaftliche Störung mit nicht absehbarer Dauer und ungewissem Ausgang. Besonders der Ukrainekrieg führt zu Verschiebungen in der Rohstoffgewinnung, in den Produktionsstandorten und in den Lieferketten. Weitere Sanktionen sind für Umwege im Einkauf und im Transport verantwortlich. Die rasante Erholung der Weltwirtschaft trägt ebenso zu den stark steigenden Containerpreisen bei. Die erhöhte Nachfrage nach Gütern könnte jedoch dazu führen, dass das Angebot nicht mehr mithalten kann. Dies würde die Preise für Sie als Verbraucher weiter in die Höhe treiben.

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