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Feb 08

“Dank der Gnade Gottes und im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika nehme ich diesen Planeten zum Wohle der Menschheit in Besitz.” Mit diesen Worten betrat 1950 zum ersten mal ein Mensch den Mond. Natürlich nicht real, denn die erste bemannte Mondlandung von Apollo 11 fand ja erst 1969 statt. Dafür aber auf der Kinoleinwand im Film “Endstation Mond“.

Als die erste Berlinale vor 60 Jahren das Kinopublikum zu Massen in die Berliner Lichtsäle lockte, war “Endstation Mond” einer der Filme. Publikumswirksam liess die Produktionsfirma Männer in Astronauten-Kostümen auf dem Ku’damm aufmarschieren. Schliesslich gewann er den Berliner Bären in Bronze und später sogar einen Oscar für die besten Special Effects.

Danach geriet er leider in Vergessenheit – zu Unrecht, denn er half nicht nur dem noch jungen Genre des Science Fiction-Films Fuss zu fassen, es war auch der erste Kinofilm in dem eine Weltraum-Mission basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen gezeigt wurde.

Beim Start sieht man mit welch gigantischer Kraft die Crew in ihre Sitze gepresst wird, Effekte der Schwerelosigkeit werden mit Kameratricks dargestellt, es gibt Magnetschuhe, Luftschleusen und viele andere Apparaturen die später auch in der realen Mondmission Verwendung fanden. Betrachtet man zu welcher Zeit der Film entstand, so kann man nur erahnen wie bahnbrechend  futuristisch diese Technik auf den Kinobesucher des Jahres 1950 gewirkt haben muss.

Um dem Kinopublikum das Prinzip eines Raketenantriebs verständlich darzustellen, wird in einer Szene einer Reihe von Herrschaften in einem Meeting ein Zeichentrickfilm mit der Cartoon-Figur “Woody Woodpecker” vorgeführt. Dieser zeigt dann wie Rückstoss eine Rakete zum Abheben bringt. Kurioserweise verwendete die NASA später eine etwas erweiterte Version dieser Sequenz um dem Fernsehpublikum ihre eigene Raketentechnik zu erklären.

Mögen auch viele Effekte heute eher kurios wirken, eine spannende Unterhaltung ist der Film zweifellos immer noch. In der Internet-Moviedatabase kann man sich die englischsprachige Originalversion dieses Science-Fiction-Klassikers unter dem Titel “Destination Moon” anschauen und auch kostenlos in verschiedenen Formaten herunterladen.


Feb 06

Element of Crime haben gestern in der Alsterdorfer Sporthalle ein grandioses Konzert hingelegt. Vier Zugaben mussten sie spielen, bis das musikhungrige Publikum zufrieden aus der ausverlauften Halle strömte.

Wäre man böse, könnte man Element of Crime als Altherren-Band bezeichnen. Denn dieses Jahr feiern die Jungs um Frontmann Sven Regener immerhin schon ihr 25-jähriges Bandjubiläum. Doch damit würde man ihnen grob unrecht tun. Denn das aktuelle Album “Immer Da Wo Du Bist Bin Ich Nie” ist nicht weniger bissig und poetisch als die 22 Alben davor.

Böse und heisst steigt die Band ins Konzert ein. Und mit viel Energie und Leidenschaft spielte sich die Band bei ihrem Gig durch das Repartoir. Viele Worte verliert Sven Regener zwischen den Songs eigentlich nie. Es reicht vollkommen zu, dass er laut “Rooomantik!” in sein Mikrofon raunt und das Publikum tobt.

Rauhe Texte; filligrane Rhythmik und eine etwas rauchige Stimme – so könnte man das Erfolgsrezept der Band zusammenfassen. Nie verfallen die Songs in Pathetik oder versuchen vollkommen zu sein. Mitten in die neuen Songs streuen sie “Don‘t you smile” von ihrem 23 Jahren alten Studioalbum “Try to be Mensch” ein:

You fucked up your life
Your life is a mess
And I wonder why
You sit there and smile

Element of Crime stand schon damals für Diskursmusik. Melancholisch ja, gefühlsduselig oder mit Druck auf die Tränendrüse nie. Sie sind sich eben treu geblieben und die Fans in der Alsterdorfer Sporthalle haben das gestern mit reichlich Applaus gewürdigt. Ein Klasse Konzert!


Feb 04

Eine Compilation mit der stilistischen Vielfalt einer Weltreise, der Leichtigkeit eines Sommerbrise und der Coolness eines Drinks am Pool. So könnte man “Music From All Around The World” auf den Punkt bringen.

Diese wirklich exzellent gelungene Zusammenstellung von Pop-Tracks wurde erst kürzlich bei Phlow, dem Magazin für MP3-Musik & Netzkultur veröffentlicht. Alle Songs darauf stehen unter der Creative Commons Lizenz, man kann die Compilation also kostenlos herunterladen.

Doch damit nicht genug. Die  Illustratorin Jeannette Corneille hat für diese Compillation ein besonderes Artwork geschaffen (enthalten im ZIP-File des Downloads), welches man im A4-Format selbst ausdrucken kann. Heraus kommt nach dem Falten eine schicke Karte inklusive Track-List. Eine gebrannte CD mit den Songs der Compillation kann man dort einfach einschieben und per Brief an einen anderen audiophilen Menschen seiner Wahl verschicken.


Feb 03

Über 1400 Sportangebote für € 8,50 monatlich nutzen –  in anderen deutschen Städten kann man von so einem Angebot nur träumen. Sportspass macht es in Hamburg möglich und mit Erscheinen des neuen Programmhefts diesen Monat ist eine Mitgliedschaft sogar noch lohnender geworden. Egal ob Bauchtanz oder Basketball, Taekwondo oder Tischtennis, Salsa oder Senior-Fit – irgendein interessantes Angebot findet jeder.

Vieles ist neu, zum Beispiel Gesundheits-Workshops in denen der gestresste Büromensch lernt, wie er seine Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich loswerden kann. Ich war gleich von der neuen Möglichkeit einer Tagesmitgliedschaft im Fitness/Saunabereich begeistert.

Für konkurrenzlos günstige € 21 mtl. kann man da von Montag bis Freitag, 9:45 – 16:30 Uhr seinen Körper im Fitness-Studio stählen und danach saunieren. Gestern habe ich mir das Studio über dem Altonaer Bahnhof angeschaut und kann nur sagen, dass die Trainingsgeräte dort vom feinsten sind. Sobald ich die Geräteeinweisung bekommen habe werde ich noch mal genauer berichten. Im Gegensatz zu anderen Fitness-Studios hat man den Vorteil, dass man die Mitgliedschaft problemlos zu jedem Quartalsende kündigen kann.

Sportspass wird dieses Jahr 33 Jahre alt und hat nun schon über 55.000 Mitglieder, davon übrigens 78% Frauen. Neben den “normalen” Sportkursen gibt es auch Wander-, Rad-, Lauf- und Inline-Skating-Touren, eigene Parties, Kinderveranstaltungen und Workshops. Außerdem erhält man als Mitglied Rabatte bei Sportartikeln, Brillen, Reisen, Autovermietung  und allen großen Online-Versandhäusern.

Hier nochmal kurz die Preise auf einen Blick:

Mitgliedschaft:

  • für Erwachsene: € 8,50  mtl. + € 10 einmalig
  • für Kinder bis 16 Jahre: € 4,40 mtl. + € 10 einmalig

Zusatzbeitrag für Fitness-Studio und Saunanutzung:

  • Altona, Berliner Tor, Billstedt oder City Nord:
    • € 26,50 mtl. (Tagesmitgliedschaft € 21) + € 15 Aufnahmegebühr
  • Holsteinischer Kamp:
    • € 22,50 mtl (Tagesmitgliedschaft € 17) + € 15 Aufnahmegebühr

Feb 02

Wie das Hamburger Abendblatt heute in seiner Online-Ausgabe berichtet, sucht das Bezirksamt einen Mieter für das Drehrestaurant und die Aussichtsplattform des Heinrich-Hertz-Turms. Wenn sich ein Investor findet, der die 10 Mio € für die Innensanierung und die Wiederherstellung des Brandschutzes bereitstellt, steht einer Neueröffnung nichts mehr im Wege. Aktuell befinden sich die Räumlichkeiten im Rohbau.

Wegen einer Asbestsanierung wurde der Turm im Jahr 2001 für die Öffentlichkeit geschlossen. Bis dahin konnten Besucher den Blick aus dem voll verglastem  Restaurant in 132m Höhe geniessen und sich dabei kulinarisch verwöhnen lassen. Wer einen Tisch an der Scheibe ergatterte, kam Dank des drehbaren  Ringbodens sogar in den Genuss, innerhalb einer Stunde von seinem Platz aus rundum die ganze Hansestadt zu überblicken.

Der in Reiseführern oft als Telemichel bezeichnete Turm ist wichtiger Teil des Stadtbildes, Bezirksamtsleiter Schreiber möchte ihn daher so schnell wie möglich wieder zum Leben erwecken. Um einen Teil der Kosten zu refinanzieren steht auch der Verkauf der Namensrechte zur Debatte. Bei der HSH-Nordbank-Arena und dem TUI-Operettenhaus wurde dieses Konzept ja bereits erfolgreich praktiziert.


Jan 28

Seit gestern ist er Wirklichkeit, der Tablet-Computer von Apple. Zwar heißt er nun doch nicht iSlate sondern iPad, ansonsten lag die Gerüchteküche mit ihren Vermutungen zur verwendeten Technik gar nicht so weit daneben.

Die Hardware

Das iPad besitzt ein 9,7 Zoll-Multitouch-Display ist ist mit 24,3 cm x 19 cm kleiner als ein Blatt A4-Papier. Durch sein geringes Gewicht von nur 680 Gramm und das Unibody-Alu-Gehäuse mit abgerundeten Ecken dürfte es verdammt gut in der Hand liegen. Als CPU verwendet Apple einen eigens entwickelten Chip namens A4 der mit 1 GHz getaktet ist und die Funktionen vieler sonst separater Einheiten wie etwa für die Grafik in nur einem Gehäuse vereint.

Für die drahtlose Kommunikation verfügt das iPad über WLAN nach dem schnellen 802.11n Standard, Bluetooth 2.1 EDR + Optional ein UMTS Mobilfunkmodul (3G). Natürlich sind wie bei den Macs auch Mikrofon und Lautsprecher an Bord, über die Audioklinke kann man außerdem Kopfhörer oder seine HiFi-Anlage anschliessen. Für eine Festplatte wäre in dem nur 13,4 mm dicken Gehäuse kein Platz mehr und so dienen Flash Drives mit 16, 32 bzw. 64 GB als Massenspeicher.

Den Strom bezieht das iPad entweder vom beiliegenden Netzteil, über das Dock-Connector-Kabel von einem angeschlossenen Computer oder aus dem eingebauten Lithium-Polymer-Akku. Seine 25 Wattstunden Leistung sollen für 10 Stunden kabelloses Arbeiten genügen.

Vielleicht am wichtigsten ist natürlich das Display. Im Vorfeld wurde viel über ein mögliches OLED-Display gemutmasst, letztendlich verwendet Apple aber ein herkömmliches, hintergrundbeleuchtetes LCD-Display mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln. Da die Bedienung vollständig über den Touchscreen erfolgt, gibt es sonst nur die vom iPhone bekannten Tasten: eine für An/Aus bzw. den Ruhestand, eine Mute-Taste, die Wippe für die Lautstärke-Regelung und eine Home-Taste.

Software

Eine besondere Version des iPhone OS 3.2 dient dem iPad als Betriebssystem. Enthalten sind eine Reihe von Standard-Programmen wie z.B. der Safari-Browser, ein Mail-Programm, ein Youtube-Player, Foto-Verwaltung, iTunes, Google Maps, Notizblock, Kalender und Adressbuch. Videos werden in 720p, also HD-Qualität wiedergegeben.

Völlig neu ist die iBooks App. Mit ihr kann man nicht nur bequem Bücher lesen, sondern über einen eingebauten iBook Store auch kaufen. Daneben gibt es den bekannten iTunes-Store und den App-Store. In letzterem kann man wie von iPhone und iPod Touch gewohnt Anwendungen kaufen. Apple liefert mit Keynote, Numbers and Pages – den drei Bestandteilen der iWork Suite – gleich die ersten 3 hauseigenen Anwendungen.

Erstaunlicherweise kann man auch alle bisherigen  iPhone/iPod-Apps auf dem iPad weiterverwenden. Man kann sie entweder in Originalgröße im Zentrum des viel größeren iPad-Bildschirms anzeigen oder auf Vollbild vergrößern. Bis zum Verkaufsstart in 60 Tagen werden aber garantiert schon viele Anwendungen nativ für das iPad verfügbar sein, denn Apple stellt ab sofort das SDK für Entwickler bereit.

Zubehör

Weil das iPad den gleichen Dock-Connector wie die iPods und das iPhone verwendet, kann man entsprechendes Zubehör auch mit diesem Gerät verwenden. Mit dem entsprechenden Kabel ist sogar der Anschluss eines externen Monitors möglich. Während der Keynote zeigte Steve Jobs gleich 3 interessante Accesoirs: ein Ladedock, das – als Ständer verwendet – das iPad in einen digitalen Bilderrahmen verwandelt, ein weiteres Dock mit vorgelagerter Tastatur für bequemeres Tippen und eine schicke Tragetasche die gleichzeitig als Ständer dienen kann.

Fazit

Zweifellos, das iPad ist extrem cool, die wirkliche Revolution sehe ich jedoch auf den ersten Blick nicht. Vielleicht ändere ich jedoch meine Meinung wenn ich so ein iPad wirklich mal beim Apple-Händler um die Ecke in den Händen halte. Die Preis ist eine Überraschung, ab 499 $ kann man ein iPad mit 16 GB Speicher in den USA kaufen, wer sich eigentlich ein Netbook zulegen wollte, hat nun die Qual der Wahl.

Ganz klar ist die Bedienung besser als bei allem, was man auf der PC-Seite von Tablets gesehen hat. Nicht nur das Gerät, auch die Software gibt sich betont schlicht und einfach und vielleicht ist es genau das was Anwender wollen: Keine Installationsprogramme, Konfigurationsdateien, Treiber, technische Hürden. In dem Fall ist Apple wirklich der nächste große Clou gelungen.


Jan 26

Besitzer von Apple-Aktien dürften am Freitag einen ziemlichen Schreck bekommen haben; innerhalb weniger Stunden stürzte der Kurs abrupt um 10,3 Prozentpunkte ab, nachdem die Aktie erst wenige Tage zuvor mit 215$ den höchsten Wert aller Zeiten erreicht hatte. Nachdem die Deutsche Bank Apple von ihrer Empfehlungsliste genommen hatte, betrachteten das viele Analysten zunächst als Abwertung. Obwohl das offensichtlich eine falsche Einschätzung war, konnte diese Bewertung vielen Spekulanten nur Recht sein. So sicherten die zeitweise fallenden Kurse nicht zuletzt deutliche Gewinnmitnahmen nach Verkündung der Quartalszahlen am Montag dieser Woche.

Wieder einmal enttäuschte Apple seine Anleger nicht: Mit einem Umsatz von 15,68 Mrd $ und einem Gewinn von 3,38 Mrd $ ist es erneut das profitabelste Quartal der Firmengeschichte. Auffallend ist vor allem, dass die Umsätze ausserhalb der USA rapide anstiegen. Wurden im Vorjahresquartal noch 4,8 Mrd $ Umsatz in Europa und Asien erzielt, so waren es im letzten Quartal bereits 7,6 Mrd $.

Um 8% rückläufig waren die iPod-Verkäufe gegenüber dem Vorjahres-Quartal, dies wird jedoch durch eine 100%-Steigerung bei den iPhone-Verkäufen mehr als kompensiert. In der Pressemitteilung kündigte CEO Steve Jobs für diese Woche die Vorstellung “eines wichtigen, neuen Produkts” an, wobei es sich aller Voraussicht nach um den lange erwarteten Tablet-Computer iSlate handeln dürfte. In Folge der Ankündigung erholte sich der Aktienkurs deutlich und notiert aktuell mit 211$ schon wieder auf dem Niveau der Vorwoche.